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Auf dem Tangermünder Höhenzug westlich des Urstromtals der Elbe wurde Westheeren als Pfarrdorf im Jahr 1203 erstmals urkundlich erwähnt.
1204 wurde erstmalig Ostheeren als Haufendorf urkundlich genannt. Beide Orte waren eigenständig, hatten je einen Krug und eine Windmühle und schlossen sich im Jahre 1934 zusammen.
Als Straßendorf liegt es an der L32, ist gekennzeichnet durch Vier-Seiten-Höfe. Heute leben hier 582 Menschen (Stand: 30.09.2014).
In der Ortsmitte befindet sich der Dorfplatz mit dem Denkmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges, das aus einem 700 Zentner schweren Findling gefertigt wurde, den man 1920 beim Scheunenbau auf dem Schernebeck`schen Hof entdeckte und ausgrub.


Im Norden der Gemarkung Heeren befinden sich „Rohrwiese“ und „Karpfenteich“, reich an Vögeln und Lurchen und unter Naturschutz stehend.
Das einschneidendste Ereignis geschah am 24. April 1858: In Ostheeren brach ein Großbrand aus, der durch Flugfeuer auf den Strohdächern den gesamten Ort mit Ausnahme des Pfarr- und Schulhauses und einer Häuslerwohnung binnen einer Stunde in Schutt und Asche legte sowie auch Westheeren traf.


An den wieder errichteten Häusern erinnern Gedenktafeln an die Feuersbrunst. 1904 erbaute man eine Dorfschule, in der bis 1970 Kinder bis zur 4. Klasse unterrichtet wurden. Spätere Generationen sind in Bellingen eingeschult worden.
Seit dem Eingemeindungsvertrag 2010 gehen die Kinder von Heeren in Stendal in die Grundschule „Am Stadtsee“.
Jetzt befindet sich in der ehemaligen Schule des Altmarkdorfes das Gemeindebüro. 1995/96 musste durch Baufälligkeiten am privaten Gebäude, in dem der örtliche Kindergarten untergebracht war, und durch den vorhandenen Geburtenknick auch diese Kindereinrichtung schließen. Die derzeitigen über 30 Knirpse im Kindergartenalter gehen in die Kitas in Dahlen, Tangermünde oder Umgebung.
In Heerens ehemaligen Schulsporthalle ist „Gerlindes Marmeladen-Laden“ entstanden als kommunikativer Mittelpunkt des Ortes für Jung und Alt. Er steht zudem für selbstgebackenen Kuchen zu Geburtstagsfeiern und für selbstgemachte, und auch schon in Berlin ausgezeichnete, Marmeladen.
ein Radweg nach Tangermünde und nach Demker mit Anschluss an Weißewarte, so fände auch der Ladentreff mehr Zuspruch als Fahrradstation bzw. Raststätte.

Im September 2014 wurde der 4,7 km lange Radweg zwischen Stendal und Heeren feierlich eröffnet, für den seit 1999 gerungen wurde. Zur Sicherheit vor allem der Kinder sollte auch so ein Radweg nach Tangermünde durchgesetzt werden können, auch im Hinblick auf den Tourismus und das Städtedreieck Stendal, Tangermünde, Arneburg.
Deshalb ist es immer wieder Übernachtungsort, das kann Regina Salomon, die seit 40 Jahren die Rentnerbetreuung in Heeren übernommen hat, in so manch interessanter Begegnung erleben.
Im Ort leben noch immer ganze Bauernfamilien, wie die alteingesessenen Familien Seehaus, Estedt, Liesicke und Gehrmann. Liesickes hüteten über Jahre hinweg die Originalfahne des traditionsreichen Reit-Vereines, die jetzt das Altmärkische Museum in Stendal aufbewahrt.
Frau Hildegard Böttcher, die aus Langensalzwedel stammt und nach Heeren einheiratete, hat dies Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert! Langjähriger Bürgermeister war August Güldenpfenning gewesen, und seine Urenkel leben immer noch im Ort.
Die beiden jüngsten Einwohnerinnen von Heeren sind Pia und Jenna, die erst vor wenigen Wochen geboren wurden.
Frau Schwabe, 25 Jahre lang beliebt als Heerens Weihnachtsfrau, bastelt gern und geschickt Ostereierschmuck, Erntekronen und schmückt zu bestimmten Anlässen ihr Anwesen. Außerdem lebt bei ihr ein echtes Reh.
Die umfangreiche Chronik der Gemeinde hat Frau Reiser während einer ABM-Stelle angelegt. Auch Sagenumwobenes hielt sie fest: angeblich existiert ein unterirdischer Gang nach Tangermünde zur Stefanskirche… Heutzutage wird die Chronik im Gemeindezentrum aufbewahrt und zu besonderen Anlässen ausgestellt, natürlich auch durch aktuelle Presseartikel weitergeführt.
Ganz neue Straßenzüge mit Eigenheimen und die großen Verbesserungen der Verkehrswege innerhalb und außerhalb der Ortschaft konnten durch Fördermittel ermöglicht werden. Außerdem ist Heeren an die Versorgung mit Erdgas sowie an das Fernsprechnetz angeschlossen.
Vom erfolgreichen Heerener SV 1949 e. V. existiert leider nur noch der Vorstand. Seit 1997 arbeitet der Heimatverein Heeren e. V. mit seinem Vorsitzenden David Eckhardt lebendige 800-jährige Geschichte auf.
Unter Leitung von Monika Doberstau treffen sich die Aktiv-Frauen regelmäßig als Gymnastikgruppe und zum Rentnersport.
Kati Harfenmeister steht dem rührigen Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr vor, und im KTSC „Treuer Husar“ engagiert sich mit vielen anderen Inga Braune, die auch im Musical „Über 7 Brücken“ mitspielt.
Die „Hopfenhengste“, ursprünglich vor Jahren mal ein Männerballett und jetzt eigenständiger Verein – sie alle tragen zur Bereicherung des kulturellen Lebens in Heeren bei. So beginnt immer Anfang des Jahres die Planung vom Ortsgemeinderat mit seinen 6 Mitgliedern, welche besonderen oder traditionellen Veranstaltungen für die Einwohner/innen organisiert werden können, wobei die Unterstützung durch Anwohner, örtliche Firmen und Vereine Ehrensache ist, wie beim Weihnachtsbaumverbrennen, dem Faschingstanz, der Frauentagsfeier, dem Osterfeuer und Maibaumaufstellen, dem Skatturnier und der Krönung des Dorfmeisters, der Kindertagsfeier, dem Herbstfeuer und Herbstumzug vom Heimatverein, zu dem als Untergruppe „TanzFein“ mit seinen Bällen gehört, dem Oktoberfest, Karnevalstanz und dem Weihnachtsfest am 1. Dezemberwochenende, zu dem extra 2 Bäumchen von der Feuerwehr am Denkmalsplatz aufgestellt werden und die Heerener feierlich die Lichter anbringen.
Den Bürgern, Unternehmen und Vereinen eine friedliche und erfolgreiche Zukunft!
Ortsteil-Büro: Hauptstraße 20, 39590 Heeren, Tel.: 03931-213690, Sprechzeiten: individuell nach Absprache Ortsbürgermeister: Herr Wolfgang Eckhardt, otb-heeren@arcor.de