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Zaubernuß 1Die Zaubernuss ist, botanisch gesehen, in der Ordnung der Rosenartigen zu finden. Zaubernussgewächse haben eine ausgesprochen lange Lebensgeschichte, denn sie gehörten bereits in der Kreidezeit zur Vegetation auf der Erde. Ihr Lebensraum, zu dem auch Europa gehörte, wurde erst durch die Eiszeit erheblich eingeschränkt. Gut erhaltene Blüten sind sogar aus dem Ostsee-Bernstein erhalten. Die heutigen Hauptverbreitungsgebiete sind die subtropischen und gemäßigten Zonen Ostasiens, mit dem Schwerpunkt in Mittel- und Südchina. Die Rinde und die Blätter der als Bäume und Sträucher wachsenden Pflanzen liefern verseifbares Wachs, balsamische Harze, Gerbstoffe und Zucker. Besonders das Wachs, die Harze und die Gerbstoffe finden Verwendung für medizinische, kosmetische und rituelle Zwecke. Einige Arten aus der Familie der Zaubernussgewächse sind schon von alters her begehrte Lieferanten von Inhaltsstoffen und haben in neuerer Zeit auch ein gewisses wirtschaftliches Interesse gefunden. Ein mediterraner Vertreter ist der Storaxbaum, dessen Harz schon in der Antike äußerst begehrt war. Auch von Moses wurde es als Räuchermittel für rituelle Zwecke empfohlen. Wohlriechende Harze für Weihrauchmittel liefert eine brasilianische Styraxart. Das nach Vanille duftende Benzoe-Harz wird aus dem Benzoeharzbaum gewonnen, der in Südostasien und Indonesien wächst und auch plantagenmäßig angebaut wird. Schon im Altertum wurde es bis nach Ägypten gehandelt und galt im Mittelalter als Kostbarkeit. Es ist ein wichtiger Bestandteil eines Balsams, das von katholischen Priestern zur Letzten Ölung gebraucht wird. Ein wertvoller Grundstoff für Parfüms ist das Siam-Benzoeharz. Vom orientalischen Amberbaum – Liquidambar orientalis, ist das Storax genannte Balsamharz für medizinische Zwecke und für die Parfümindustrie von Bedeutung. Aus medizinischer Sicht gilt es als Anregungs- und Brustmittel. Ein auch in unseren Breiten beliebter Strauch ist die Virginische Zaubernuss – Hamamelis virginiana. Sie wird auch Hexenhasel genannt. Ihre Heimat liegt ursprünglich in Texas, Florida, Missouri und Minnesota bis Neubraunschweig und Neuschottland. Seit langem wird sie auch bei uns kultiviert. Sie blüht zwischen September und Dezember, wenn das prächtig rote Laub längst verdorrt und abgefallen ist. Ihre haselnussähnlichen Früchte gelangen hier meist nicht zur Reife. Sie reifen im Sommer und platzen mit solcher Heftigkeit infolge Gewebespannungen, dass die Samen bis zu 4 m fortgeschleudert werden. Als Droge finden die Hamamelisblätter Verwendung, deren Inhaltsstoffe mild adstringierend sowie bakterien- und entzündungshemmend wirken. Ein mit Wasserdampf aus frischen oder getrockneten Blättern hergestelltes Destillat gilt als ausgezeichnetes Gesichtswasser. Fluidextrakte, Salben und Zäpfchen finden bei Hämorrhoiden, Durchblutungsstörungen und oberflächlichen Hautdefekten Anwendung. Die frischen Blätter, getrocknete Rinde der Stämme und Zweige werden zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel für die Behandlung von Hämorrhoiden und Krampfadern verwendet. Und das Herz wird gleichermaßen gewärmt, wenn sich in der Winterzeit die unscheinbaren goldgelben Blüten unter von Schnee bedeckten Zweigen zeigen und vom Leben der Natur künden. (jr);Foto: Rozynek

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