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Portrait Dorothee Oesemann„Durchbruch zum Leben“

Da ist sie wieder, die Sonne. Überall wachsen Frühblüher. Die Vögel lassen keinen Zweifel daran, dass der Winter zu Ende ist. Auch die Menschen leben auf, atmen durch und schütteln die Winterdepression ab.
Trauernde hatten sich vor dem Winter gefürchtet. Nun ist diese endlos scheinende Zeit überstanden. Doch oft wird die Trauer in diesen Tagen besonders schwer, denn die Freude über neu aufbrechendes Leben stellt sich nicht automatisch ein.
Ein Blick in die Natur kann helfen. Die Sonne setzt den Aufbruch in Gang und doch ist es ein großer Kraftaufwand für zarte Pflanzen, den Weg aus dem dunklen Erdreich an das Licht zu meistern. Ein Gedicht, das meine Kinder in der Grundschule gelernt haben (siehe nebenstehend), wurde für mich zum Symbol für den Aufbruch.
Wenn Sie noch von der Dunkelheit umfangen sind und ganz von Trauer eingehüllt, dann nehmen Sie das Leben vielleicht nur als fernes „Gemunkel und Geraune“ wahr. Doch das ist ein Anfang, der Kräfte mobilisiert. Lassen Sie sich von der Neugier packen und wagen Sie den anstrengenden Weg heraus aus der Kälte und Dunkelheit. Niemand erwartet, dass Sie alles hinter sich lassen. Die Tulpe zieht auch weiterhin Kraft und Standfestigkeit aus dem Erdreich. Verlust und Schmerz werden weiterhin eine wichtige Lebenserfahrung bleiben. Doch neues Leben nach Leid und Tod ist möglich. Die Wärme der Sonne wird die Freude zurückbringen.
Wir feiern im April das Osterfest. Christen feiern die Auferstehung Jesu. Es ist die beste Botschaft der Welt, dass der Tod nicht das letzte Wort behält. Lassen Sie sich von der Osterfreude anstecken und wagen Sie den Weg aus dem Dunkel in die Sonne.
In diesem Sinne – Frohe Ostern! Dorothee Oesemann, Trauerrednerin – Trauerbegleiterin

Dunkel war alles und Nacht.
In der Erde tief die Zwiebel schlief,die braune.
Was ist das für ein Gemunkel?
Was ist das für ein Geraune?
Dachte die Zwiebel, plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben und jauchzen und toben?
Von Neugier gepackt, hat die Zwiebel einen langen Hals
gemacht und um sich geblickt mit einem hübschen Tulpengesicht.
Da hat ihr der Frühling entgegengelacht.
(Josef Guggenmos)

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Niemand alleine lassen

Als Bestatter und Trauerbegleiter begleiten wir jedes Jahr viele Trauernde in einer sehr schweren – wenn nicht der schwersten – Lebensphase. Der Verlust eines geliebten Angehörigen, Freundes oder Partners stellt eine Ausnahmesituation dar, auf die die meisten Menschen nicht vorbereitet sind. Trauer und Sterbekultur wurden in unserer Gesellschaft aus dem täglichen Leben verbannt und deshalb sind wir oft hilflos, wenn es passiert.
Natürlich stellt sich Betroffenheit ein, wenn wir die Bilder von der Trauer um die Opfer von Attentaten sehen oder medial am Abschied eines Prominenten teilnehmen. Betroffenheit ist keine Trauer, man kann sie mit den Gefühlen, die wir beim Verlust eines Menschen erleben, der uns nahestand, nicht vergleichen.
Warum tun sich viele Menschen so schwer damit, in ihrem direkten Lebensumfeld, in ihrem Alltag ihre Trauer und Anteilnahme zu zeigen? Mit vielen anderen zusammen gelingt uns das. Nach dem Tod von nahen Angehörigen wird der aufgewühlte Seelenzustand oft verschwiegen. Viele trauern nach innen und versuchen alles, was mit dem endgültigen Abschied zu tun hat, möglichst weit von sich zu schieben.
In unserem Bestattungshaus versuchen wir, den Menschen Mut zu machen, ihre Trauer auszuhalten, sie zu zeigen. Denn darum geht es. Trauer ist keine Krankheit, die kuriert werden muss. Trauer ist genauso natürlich wie Liebe.
Man muss vor Toten keine Angst haben. Ein paar Stunden am offenen Sarg zu sitzen, den Toten zu berühren, sich wirklich in einem stillen Moment zu verabschieden, sind wertvolle Erfahrungen. Wenn Sie gerade um einen lieben Freund oder den Vater, die Mutter trauern, dann verbergen Sie Ihre Tränen nicht. Zeigen Sie Ihren Kollegen und Bekannten, wie es Ihnen geht. Sprechen Sie über Ihren Kummer. Manchmal muss man dem Gegenüber ein Signal senden, damit er sich öffnet. Wir erleben täglich, wie gut es tut, nach einem Verlust Gemeinschaft zu spüren. Alle, die im Moment nicht in Trauer sind, sollten nicht achtlos darüber hinweg sehen, wenn Sie jemandem begegnen, der einen Toten zu beklagen hat. Schön wäre, wenn wir den Menschen um uns herum genauso viel Beachtung schenken würden wie den Toten, die über die Medien Betroffenheit bei uns auslösen. Niemand sollte in einer so schweren Zeit alleine sein müssen.

Visitenkarte Dorothee Oesemann visitenkarte abendstern

 

 

 

 

Buchtipp 

Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende Ein Begleiter durch die Zeit der Trauer

Der Tod einesindex geliebten Menschen trifft uns immer unvorbereitet. Zurück bleiben Leere, Schmerz und manchmal auch ein Gefühl der Schuld. Petra Franke, freie Theologin und Trauerbegleiterin, bietet in ihrem Buch Trost und Hilfe bei der Verarbeitung des Verlustes. Einfühlsam und sehr persönlich beschreibt sie die sieben Wege der Trauerbewältigung, die den sieben Kernthemen der Trauer entsprechen. Sie spricht von der heilenden Kraft der Zeit, vom Umgang mit Erinnerung und Schuld, von der Macht der Dankbarkeit und der Gedanken, von Ritualen, die den Abschied erleichtern und von neu erwachtem Lebensmut. Trauer wird als ein Prozess begreifbar – ein Prozess mit einem Anfang und einem Ende. An diesem Ende stehen der Abschied vom Schmerz und die Bereitschaft, in das Leben zurückzufinden.

Petra Franke
Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende
GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
(6. August 2012)
Taschenbuch: 176 Seiten
ISBN-10: 3833823720
ISBN-13: 978-3833823725
Preis: € 12,99
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