Neues aus dem Winckelmann-Museum

Winckelmann 1Neue Ausstellung im Ausstellungs- und Begegnungszentrum des Winckelmann-Museums:
Die Altmark im 19. Jahrhundert – Stadtansichten und Herrenhäuser in Lithographien von Friedrich E. Meyerheim und Alexander F. Duncker

Die Ausstellung präsentiert Ansichten von Schlössern der Altmark sowie städtischer Architektur u. a. aus Stendal oder Tangermünde im Zustand des 19. Jahrhunderts. Die Bilder, die aus dem eigenen Bestand des Museums stammen, gehören zu zwei bedeutenden Druckausgaben: zum einen aus der Grafiksammlung Preußischer Schlösser des Berliner Verlegers Alexander Duncker (1813 – 1897), zum anderen aus der Mappe architektonischer Denkmäler der „Altmark Brandenburg“ des Danziger Malers Friedrich Eduard Meyerheim (1808 – 1879). Sie sind in hochwertiger Qualität im damals modernsten Druckverfahren – der Lithographie – hergestellt worden.
Alexander Duncker gründete 1837 einen Verlag unter eigenem Namen und gab (neben schöngeistiger Literatur z. B. von Theodor Storm) knapp 1000 farbige Ansichten von Schlössern und Herrenhäusern in Preußen heraus. Angereichert waren diese mit erläuternden Texten zur Geschichte der Schlösser und der in ihnen wohnenden Familien. Die Ausstellung zeigt u. a. Bauten aus Krüden, Krumke, Beetzendorf, Wittenmoor oder Rengerslage, aber auch aus Schönhausen, Salzwedel und anderen Orten. Die Lithographien dokumentieren die Vielfalt der preußischen Architektur und Gartenkunst und werfen zugleich ein Licht auf die Lebenswelt des preußischen Adels in der Altmark im 19. Jahrhundert. Viele dieser Wohnsitze sind heute nicht mehr erhalten oder in einem völlig anderen baulichen Zustand.
Den Kontrapunkt zu Dunckers farbiger Graphik bilden die brillanten schwarz-weißen Stadtansichten, die Friedrich Eduard Meyerheim 1833 nach Zeichnungen von Johann Heinrich Strack angefertigt hat. Meyerheim und Strack durchstreiften gemeinsam die Altmark und fertigten zahlreiche Architekturzeichnungen, insbesondere von Kirchen und Backsteinbauten, an. Das Ergebnis war ein mehrbändiges Mappenwerk mit – Duncker vergleichbar – Einführungen und Erklärungen zu den Bildern.
Duncker wie Meyerheim gelang es, mit ihren Werken Historisches und Künstlerisches miteinander zu verbinden. Ihre exakten Abbildungen markieren den Beginn denkmalpflegerischer Dokumentation, zugleich aber stehen sie in der ästhetischen Tradition der Veduten-Kunst. So entdeckt man in den Bildern modisch gekleidete Leute, die in romantischer Umgebung umherwandeln oder Bauern, die ihren Tagesgeschäften nachgehen. Seien Sie eingeladen, Bekanntes und Vertrautes wiederzuentdecken, aber auch Verlorenes und Verlassenes vor Augen geführt zu bekommen.

Die Ausstellung wird vom 2. März bis 29. Juni 2014 im Ausstellungs- und Begegnungszentrum des Winckelmann-Museums gezeigt.

Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36 – 38
39576 Stendal

Öffnungszeiten des Ausstellungs- und Begegnungszentrums:
Di – So 14.00 – 17.00 Uhr oder auf Anfrage
Öffnungszeiten des Museums:
Di – So 10.00 – 17.00 Uhr (ab April bis 18.00 Uhr) oder auf Anfrage
Führungen nach Voranmeldung

Tel.: 03931-215226 – Fax: 03931-215227
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